Zoey: (steht gelangweilt neben Kayla.)

          Schlimmer kann der Tag nicht mehr werden.

Kayla: Also echt, Zoey. Ich schwör dir hoch und heilig, Heath hat sich nach dem Spiel nicht total

            besoffen. Jetzt verurteil ihn doch nicht so.

Zoey: (murmelt abwesend) Ja schon ok. (hustet)

          Hoffentlich hält mich das von der Geometriearbeit ab.

Kayla: Zoey, hörst du mir überhaupt zu? He, ich würd sagen, er hatte vielleicht 4, höchstens 6 Bier und  

            vielleicht 3 von den härteren Sachen. Aber das ist doch gar nicht der Punkt. Bestimmt hätte er

            fast gar nichts getrunken, wenn deine doofen Eltern nicht gewollt hätten, dass du sofort nach

           dem Spiel heim gehst. Außerdem musste er doch feiern! Hey, wir haben die Unions geschlagen.

Zoey: (Schaut genervt) Der Punkt ist, dass er fast jedem Tag total dicht ist und dass ich keinen Bock

          auf nen Kerl habe, dessen größte Ambition sich von in- die- Collegemannschaft- kommen zu ein-

          Sixpack-exen- ohne- zu- kotzen gewandelt hat. Außerdem word er fett, wenn er so weiter säuft.

         (hustet, muss sich abstützen)

Kayla: Oh, man, wenn du krank bist, bist du immer supermieß drauf. Aber Zoey, wenn du wüsstest,

           was für traurige Hundeaugen er gemacht hat, als du ihn beim Mittagessen total ignoriert hast. Er

           hat nicht mal…Zoey, du hörst mir überhaupt nicht zu.

Toter Typ: (wie eine rituelle Formel) Zoey Montgomery! Sie wurde von der Nacht erwählt, ihr Tod

                 wird ihre Geburt sein. Die Nacht ruft sie; höre und gehorche sie ihrer lieblichen Stimme. Das

                 Schicksal erwartet dich im House of Night. (deutet auf Zoey)

Kayla: (schreit)

Zoey: (kippt um, kurz Pause) K, du glotzt wie ein Karpfen.

Kayla:             Er hat dich gezeichnet! Zoey du hast den Umriss von dem Ding auf der Stirn! (zittert, presst

            sich die Hand auf den Mund, schluchzt)

Zoey:   (hustet, fasst sich ans Mal, dann an die Schläfen)

Kayla; Zoey! (weint) Ogottogottogott. Das war ein Vampirspäher!

Zoey:   (blinzelt mehrmals, setzt sich auf) Hör auf. Ich hasse es wenn du heulst, das weißt du. (streckt

           den Arm aus)

Kayla:             (schreckt zurück)

Zoey:   (wirkt verletzt)

Kayla: Ogott, Zoey! Was machst du denn jetzt? Du kannst da doch nicht hingehen. Du kannst nicht

            eins von diesen Dingern werden. Das ist nicht wahr, das kann nicht wahr sein! Mit wem soll ich

            denn zu unseren Fußballspielen gehen?

Zoey:   Ist doch schon gut. Ich kläre das. Das ist bestimmt ein…ein bescheuerter Fehler. (steht auf,  

           schmerzverzerrtes Gesicht, hustet)

Kayla: Zoey, alles ok?

Zoey:   (seufzt)

Kayla: (guckt Zoey an, als wenn sie ein Monster wäre)

Zoey:   Was soll das, K? Ich bin noch genau die Gleiche wie vor 2 Sekunden oder zwei Stunden oder

             zwei Tagen. (deutet auf ihr Mal) Das da ändert nichts daran, wer ich bin!

Kayla: (ihr Handy klingelt, sagt im Wegdrehen) Ciao!

Zoey:   Ciao! (beobachtet, wie Kayla weggeht)

 

Zoey:   (kommt zur Toilettentür rein, guckt unter jede Tür, betrachtet sich im Spiegel, betastet ungläubig

           das Mal, holt tief Luft, streicht die Haare zurück, wartet, atmet tief durch, geht raus (aus der

           Schule), bleibt draußen abrupt stehen, geht weiter)

Heath/Dustin: (stehen mit Bier in der Hand am Auto)

Heath: (ruft) He, Zo! Hast du meine SMS nicht gelesen?

Zoey:   Bist du jetzt total verrückt geworden, oder was? Fängst schon in der Schule an zu saufen?

Heath: (grinst noch breiter) Klar bin ich verrückt. Verrückt nach dir, Baby.

Zoey:   (schüttelt den Kopf, dreht dich um zum Auto) Warum bist du nicht beim Footballtraining?

Heath: Hast du es nicht gehört? Wir haben heute frei gekriegt, weil wir am Freitag die Unions

            geschlagen haben.

Dustin: (schreit) Yeah! Whoohoo!

Zoey:   (versucht normal/ locker zu klingen)Oh. Öh. Nein. Muss ich verpasst haben. Bei mir wars heute

            ziemlich hektisch. Riesen-Geo-Arbeit morgen, weißt du. (hustet) Außerdem kriege ich ne fette

            Erkältung.

Heath: Zo! Also echt. Bist du angepisst, oder was? Hat Kayla dir irgend einen Mist über die Party

            erzählt? Mann, da lief echt nichts.

Zoey:   (starrt ihn an) Was lief da nicht, Heath?

Heath: Zo- du weißt doch genau, ich würde nie…(sieht das Mal) Was in-

Zoey:   Shhht. (deutet mit Kopf auf Dustin und Drew)

Dustin: (hört lautstark Musik und singen mit)

Heath: (Augen bleiben schochgeweitet, senkt die Stimme) Ist das irgendein Schminkzeug aus deinem

            Theaterkurs?

Zoey:   (flüstet) Nein. Nein.

Heath: Aber du- das geht nicht! Du kannst so was nicht haben! Wir sind doch zusammen!

Zoey:   Wir sind nicht zusammen! (Hustenanfall, krümmt sich)

Dustin: (ruft aus dem Wagen) Ey, Zo! Hör besser mal mit Rauchen auf, dir kommt ja gleich die Lunge hoch.

Heath: Lasst sie in Ruhe, Jungs. Ihr wisst doch, dass sie nicht raucht. Sie ist ein Vampir.

Dustin:  Wow, krass. Zoey ist‘n Mutant.

Zoey:   (schaut Drew in die Augen, ist richtig wütend) Halt verdammt noch mal den Mund! Mir geht‘ s

            heute echt scheiße, da brauch ich nicht noch deine blöden Kommentare. (hält kurz inne, richtet

            den Blick auf Dustin) Oder deine.

Dustin: (bekommt riesengroße Augen, in denen man ihre Angst sieht)

Heath: Zo? Was zum Henker-

Dustin: Abfahrt Männer! (fährt los)

Heath: (fällt aus dem Kofferraum)

Zoey:   (eilt zu Heath) Heath! Alles ok? (hilft ihm hoch, Nähert sich ihm langsam, bis sich die Körper

           berühren)

Haeth: (sieht fragend auf Zoey runter)

Zoey:   (bleibt wie angewurzelt stehen)

Heath: (fragt mit tiefer, heiserer Stimme) Zo?

Zoey:   (platzt heraus) Du riechst total gut.

Heath: Zoey, du hast mir echt gefehlt. Lass uns wieder zusammen sein, ja? Ich liebe dich wirklich.

            (will Zoey über die Wange streichen)

Heath/ Zoey: (bemerken, dass Heaths Handflächen blutig sind)

Heath: Oh Shit. Da muss ich wohl…(seine Stimme versiegt, als sein Blick auf ihr Mal fällt)

Zoey:   (flüstert) Ich will…Ich will…(einen Moment warten, beißt sich auf die Unterlippe)

Dustin: (macht mit dem Auto eine schleudernde Vollbremsung, springt heraus, packt Heath an der

           Taille, zerrt ihn rückwärts in die Fahrerkabine)

Heath: (während er sich währt) He, was soll das? Ich red gerade mit Zoey.

Dustin: (knallt die Tür hinter den beiden zu, schreit) Lass die Finger von ihm, du Mistgeburt. (fährt)

Zoey:   (ihre Hände zittern, startet ihr Auto, murmelt während der Fahrt) Einfach nach Hause. Nur

            nach Hause.

(Ende der Szene)

 

(Nächste Szene, Auto, Zoey)

Zoey:   (sitzt noch im Auto, sagt energisch) Aber ich bin kein Vampir! (Hustenanfall, versucht langsam

           durchzuatmen während sie ihr Mal berührt, hustet, setzt Sonnenbrille auf, hat Tränen in den

           Augen, stöhnt) Ich sterbe. (presst erschrocken die Lippen aufeinander, guckt zum Haus) bringt ja

           doch nichts. Da musst du jetzt durch, Zoey Montgomery. (kurz warten, spricht ein Gebet) Bitte

           mach, dass meine Mom es versteht (Geht durch die Garage ins Haus in ihr Zimmer, lässt ihre

           Handtasche, Geobuch, Rucksack aufs Bett fallen, holt tief Luft, macht sich zittrig auf den Weg zu

           ihrer Mutter)

(Ende der Szene)

 

(Nächste Szene, Wohnzimmer, Zoeys Zimmer, Zoey, Mom)

Mutter: (sitz im Wohnzimmer, in die Ecke der Couch gekuschelt, nippt an einer Tasse Kaffee, liest eine

            Zeitschrift)

Zoey:   Mom?

Mutter: (ließt weiter) Hm?

Zoey: (schluckt schwer) Mama. Ich hab ein Problem.

Mutter: (hebt sofort den Blick, Augen sanft, besorgt) Was ist denn Süße- (erblickt das Mal, stoppt

            Sprechen) O Gott! Was hast du denn jetzt schon wieder gemacht?!

Zoey:   Mom, ich hab überhaupt nichts gemacht. Das ist mit mir passiert, nicht wegen mir. Es ist nicht

            meine Schuld.

Muter: (jammert) Oh, bitte, nein! Was wird dein Vater dazu sagen?

Zoey: (guckt kurz böse) Mama, bitte. Kannst du es ihm vielleicht einfach erst mal nicht sagen?

           Zumindest 1, 2 Tage lang? Damit wir uns erst mal…Ich weiß nicht…dran gewöhnen können

           oder so.

Mutter: Aber was soll ich ihm sonst sagen? Das Ding kann man ja noch nicht mal überschminken.

             (Mund verzerrt sich eigenartig, beäugt nervös das Tattoo).

Zoey:   Mom, ich hab nicht vor in dieser Zeit her zu bleiben. Ich muss weg, das weißt du doch. (langer

            Hustenanfall) Ich bin gezeichnet worden. Ich muss ins House of Night, sonst werde ich nur

            immer kränker. (kurze Pause) Ich hätte nur gern ein paar Tage mit, bevor ich mit…(täuscht

            einen Hustenanfall vor)

Mutter: (panisch) Aber was sag ich ihm?

Zoey:   Sag ihm…sag ihm doch einfach, ich schlafe die nächsten Tage bei Kayla, weil wir ein großes Bioprojekt fertig kriegen müssen.

Mutter: (entsetzt) Du willst also, dass ich ihn anlüge?

Zoey:   Nein, Mom. Ich will nur, dass du ein einziges Mal meine Bedürfnisse vor seine Gesetze stellst.

            Ich will, dass du meine Mama bist. Ich will, dass du mir packen hilfst und mich zu dieser neuen

            Schule fährst, weil ich krank bin und Angst habe und überhaupt nicht weiß, wie ich das alleine

            schaffen soll. (die letzten Worte gekeucht, Hustenanfall)

Mutter: (kühl) Ich wusste gar nicht, dass ich nicht mehr deine Mom bin.

Zoey:   (seufzt) Vielleicht ist das das Problem, Mom. Du machst dir nicht genug Gedanken darum, es zu       

            merken. Seit du John geheiratet hast, hast du dich für nichts anderes mehr interessiert, als für

            ihn.

Mutter: (Augen werden schmal) Wie kannst du nur so egoistisch sein? Ist dir eigentlich klar, wie viel er

             für und getan hat? Seinetwegen konnte ich den fürchterlichen Job bei Dilliards kündigen.

             Seinetwegen haben wir endlich genug Geld und ein wunderschönes Haus. Seinetwegen geht es

             uns so gut, dass wir und keine Sorgen mehr um die Zukunft machen müssen.

Zoey: Nein, Mutter. Weißt du, was seinetwegen passiert ist? Seinetwegen hast du seit 3 Jahren absolut

          nichts mehr von deinen Kindern mitgekriegt. Weißt du eigentlich, dass deine älteste Tochter eine

          falsche, versnobte Schlampe ist, die sich schon vom halben Footballteam hat flachlegen lassen?

          Und weißt du, was für widerliche, blutige Videospiele sich Kevin ständig kauft und vor dir

          versteckt? Nein, natürlich nicht! Weil die zwei so tun, als wären sie glücklich und als fänden si e

          John und dieses ganze Familiengetue ganz toll und du lächelst sie an und betest für sie und d

          lässt sie machen, was sie wollen. Und ich? Ich bin die Böse, weil ich nicht so tue, als ob. Weil ich

          ehrlich bin! Weißt du was? Die Scheiße hier kotzt mich so an, dass ich froh bin. Dass der Späher

          mich gezeichnet hat. Nicht mal das House of Night kann trostloser sein als diese ach so perfekte

          Familie! (dreht sich um, stolziert in ihr Zimmer, knallt die Tür zu, lehrt den Rucksack aus, packt

          2 T-Shirts, schwarze Jeans, Top,… ein, zögert und nimmt Kuscheltier mit)

Stievpenner: (klopft an der Tür) Zoey?

Zoey: Was denn? (Hustenanfall, krümmt sich)

Stievpenner: Zoey. Deine Mutter und ich müssen mit dir Sprechen.

Zoey: (streichelt ihr Kuscheltier) Das Leben ist einfach Scheiße, Ottis.

(Ende der Szene)

Hier fehlt eine ganze Menge

 

Neferet: Wir hoffen, das könntest du uns vielleicht erklären, warum du als Jungvampir, der

               sich noch nicht einmal gewandelt hat, das Mal eines ausgereiften Wesens auf der

               Stirn trägst.

Zoey: Das heißt ich bin noch gar kein richtiger Vampir?

Neferet: (lacht) Nein, aber ich würde sagen, dass dein Mal schon vollständig ist, ist ein gutes

               Omen.

Zoey: Oh, äh… ja…sehr gut.

Grandma: Das ist Neferet, die Hohe Priesterin. Sie hat sich um dich gekümmert, während

                 du… geschlafen hast.

Neferet: Willkommen im House of Night, Zoey Redbird.

Zoey: Äh, eigentlich ist mein richtiger Nachname Montgomery.

Neferet: Ja? Nun, einer der Vorteile, ein neues Leben zu beginnen, ist dass man

              Entscheidungen treffen kann, die man vorher nicht treffen durfte. Also, welchen

              Namen möchtest du tragen?

Zoey: (ohne zu überlegen) Zoey Redbird.

Neferet: (nickt) Also, willkommen in deinem neuen Leben. (hält Zoey Hand hin)

Zoey: (streckt ebenfalls Hand aus)

Neferet: (greift Unterarm)

Zoey: D- danke. Freut mich.

Neferet: Also, noch einmal, woran erinnerst du dich noch, Zoey?

Zoey: (öffnet den Mund, schließt ihn wieder, Rückschau) Ich weiß nichts mehr, nachdem ich

          mir den Kopf angeschlagen habe. Davor weiß ich noch alles. Nachdem der Späher mich

          gezeichnet hatte, hatte ich einen riesen Krach mit meinen Eltern und ich habe mich auf

         den Weg zu Grandma gemacht, mir ging es da schon total schlecht. Ich bin den Pfad zu

         zwischen den Feldern entlang und ich… wahrscheinlich bin ich ausgerutscht, weil ich so

         schrecklich husten musste.

(Ende der Szene)

hier fehlt was...

 

(Nächste Szene, Korridor der Schule, Stevie Rae, Zoey, [wenige Komparsen]2  Katzen)

(Katzen laufen daher)

Stevie Rae: Das ist Beelzebub, Damiens Kater, und das ist Beelzebub. Er hat sich die   

                    Zwillinge ausgesucht. Hört sich komisch an, aber du gewöhnst dich dran und

                    fängst auch bald an, sie als echte Zwillinge zu sehen.

Zoey: Also nett finde ich sie.

Stevie Rae: Ja, die beiden sind klasse. Kabbeln sich die ganze Zeit, aber als Freunde echt treu.

                   Sie würden nie zulassen, dass jemand dummes Zeug über dich redet. Okay, sie

                   selber zerreißen sich den Mund über dich, aber das würden sie auch nicht hinter

                   deinem Rücken tun.

Zoey: Und Damien ist auch echt in Ordnung.

Stevie Rae: Der ist total süß und megaschlau. Manchmal tut er mir aber leid:

Zoey: Wieso?

Stevie Rae: Na ja, er hat manchmal Probleme, weil er eben schwul ist und er ist manchmal

                   Ziemlich einsam.

Zoey: Wieso? Gibt es hier sonst keine Schwulen?

Stevie Rae: Es gibt schon `n paar außer Damien, aber die meisten sind ihm zu tuntig. Das tut

                   mir echt leid. Seine Eltern schreiben ihm auch nicht.

Zoey: Wegen der Vampirsache?

Stevie Rae: Nee. Das war ihnen eigentlich ziemlich egal. Ich glaub fast- aber sag ihm das

                   nicht, das ist ganz schön hart-, dass sie erleichtert waren, als er Gezeichnet wurde.

                   Weil sie nicht wussten, was sie mit `nem schwulen Sohn machen sollten.

Zoey: Wieso wollten sie irgendwas machen? Er ist doch immer noch ihr Sohn.

Stevie Rae: Na ja, sie wohnen in Dallas und sein Vater steckt ziemlich in den

                   Gottesfürchtigen drin. Ich glaub, er ist so ne Art Prediger oder so was…

Zoey: (Hält Hand hoch) Schon okay, ich hab’s vollkommen kapiert.

Stevie Rae: (öffnet Tür zum Gemeinschaftsraum, winkt Mädchen zu, die da sitzen) Hey,

                   würdest du vielleicht gerne was zu Trinken mit hoch nehmen oder so?

Zoey: (nickt)

Stevie Rae: (führt Zoey in Nebenraum, öffnet den Kühlschrank)

Kamera!!

Stevie Rae: Was willst du?

Zoey: Am liebsten was Colaähnliches.

Stevie Rae: (hält Zoey zwei Cola light hin und nimmt sich zwei Fanta) Die Sache sind für uns

                    alle. Die Vampire achten auf gesunde Ernährung, hauptsächlich bei uns

                    Jungvampiren. (senkt die Stimme) Es heißt sie essen viel rotes Fleisch. Rohes

                    rotes Fleisch.

Zoey: Iih.

(Ende der Szene)

Hier fehlt wieder was...

 

(Nächste Szene, Zoeys Zimmer, Stevie Rae, Zoey)

Zoey: (setzt sich aufs Bett und zieht sich Schuhe aus) Wenn die sich selbst nicht so gesund

          ernähren, warum wollen sie es dann unbedingt bei uns?

Stevie Rae: Aus dem selben Grund aus dem sie uns jeden Tag Sport machen lassen- damit

                   unsere Körper so gut in Form bleiben wie möglich. Wenn man nämlich schwach

                   wird oder dick oder krank, ist das ein sicheres Anzeichen dafür, das der Körper

                   die Wandlung nicht verkraftet.

Zoey: (ruhig) Und dann stirbt man.

Stevie Rae: (nickt) Und dann stirbt man.                                                             

Ende der Szene

(Traum)

 

 

Nächste Szene (Zoeys Zimmer, Zoey, Stevie Rae)

Stevie Rae: Zoey! Hilfe, mach diesen unfassbaren Wecker aus!

Zoey: (verschlafen) Was? (sucht mit der Hand den Wecker und schaltet ihn aus)

Kamera!!

Stevie Rae: (schläfrig) Willst du zuerst duschen oder soll ich?

Zoey: Ich würde gerne, wenn es dir nichts aus macht.

Stevie Rae: (wehrt mit der Hand ab, schüttelt den Kopf, redet während sie gähnt) Nee!

Zoey: (nickt)

Stevie Rae: Lass dir aber nicht zu viel Zeit, ich weiß nich wie’s bei dir is aber ich muss

                   morgens frühstücken, sonst werde ich bis zum Mittag essen, verrückt vor Hunger.

Zoey: Gibt’s Cornflakes? Die sind meine große Leidenschaft, ich habe zum Beweiß auch ein     

         „ICornflakes“- T-Shirt. Ich mag besonders gern Count Chocula… noch so eine

         Vampir Ironie.

Stevie Rae: (lacht) Ja, es gibt eine Menge von diesen kleinen Müslischachteln und Bagels,

                    Obst, hartgekochte Eier und so.

Zoey: Ich beeile mich. He, Stevie Rae, sollte ich was Bestimmtes anziehen?

Stevie Rae: Nö. (gähnte) Einfach ’nen Pulli oder ’ne Jacke mit unserem Symbol.

Zoey: (geht durch die Tür ins ‚Bad’)

Ende der Szene

 

 

(Nächste Szene, Zoeys Zimmer und Flur, Stevie Rae und Zoey)

Stevie Rae: Du hast echt tolle Haare. Wenn meine bloß auch so toll aussehen würden, wenn

                   ich sie wachsen lassen würde. Aber die werden immer nur brüchig und stumpf

                   wie’n  Pferdeschwanz.

Zoey: Ich finde deine Haare toll. (zieht Schuhe an)

Stevie Rae: Ja, schon, aber hier falle ich damit total raus. Niemand sonst hat kurze Haare.

Zoey: Das hab ich auch schon gemerkt, aber warum eigentlich?

Stevie Rae: Liegt an der Wandlung. Die Haare und die Fingernägel wachsen bei Vampiren

                   abartig schnell.

(vielleicht: Aphrodite+ Erik)

Stevie Rae: Wirst bald merken, bald brauchste nicht mehr auf das Symbol zu gucken, um zu

                   wissen, in welchen Jahrgang jemand gehört. Aber das lernst du so wie so alles

                   noch in Vampirsoziologie. Ach, das erinnert mich noch an was, hätte ich fast

                   vergessen. (bei ‚hätte ich fast vergessen’: lächelt, kramt in Papierstapel, gibt

                  Zoey einen Zettel)Hier, dein Stundenplan. Die dritte und fünfte Stunde haben wir

                  zusammen. Und schau dir die verschiedenen Wahlfächer für die zweite Stunde an.

                  Du kannst nehmen, was du magst.

Zoey: (sieht sich den Zettel an, liest vor) Zoey Redbird, Neuzugang Untersekunda…das ist

          Das Datum fünf Tage bevor ich Gezeichnet wurde! (blickt hoch zu Stevie Rae)

Stevie Rae: (lacht) Ich sagte doch, wir wussten dass du kamst.

Zoey: (liest weiter vor) 1.Stunde: Vampirsoziologie bei Neferet, 2.Stunde: Schauspiel bei Prof

           Nolan, Zeichnen bei Prof Doner oder Einführung in die Musik bei Prof Vento.

           3.Stunde: Literatur bei Prof Penthesilea, dann Fechten bei Dragon. Nach der

           Mittagspause Spanisch bei Prof Garmy und Einführung in die Pferdekunde bei

           Lenobia. (kurze Pause) Keine Geometrie

Stevie Rae: (lächelt) Nee, zum Glück nich. Im nächsten Halbjahr kriegen wir

                   Wirtschaftslehre, aber das kann nie im Leben so schlimm sein.

Zoey: (runzelt die Stirn) Fechten? Einführung in die Pferdekunde?

Stevie Rae: Ich hab dir ja gesagt, die wollen uns fit halten. Fechten ist zwar hart, aber mir

                   gefällt’s irgendwie. Nich dass ich besonders gut wär, aber sie lassen uns viel mit

                   älteren Schülern, als ne Art Tutoren. Und ach, `n paar von den Jungs sind einfach

                   echt genial! In Reiten bin ich dieses Halbjahr nich drin, die haben mich ja in

                  Taekwando gesteckt. Aber das ist auch supergenial, echt! Was nimmst du von den

                  Wahlfächern?

Zoey: (schaut noch mal kurz auf den Zettel) Was machst du?

Stevie Rae: Musik. Professor Vento ist spitze, und ähm…(grinst verlegen, wird rot) Ich

                   will Country-Star werden. Ich meine, Kenny Chesney, Faith Hill, Shania Twain

                   sind ja alles Vampire-und das sind nur drei Beispiele. Mann, Garth Brooks!

                   Vampir hoch zehn und aus Oklahoma kommt er auch! Also, warum sollte es

                   bei mir nich auch klappen?

Zoey: Klar, warum nicht? Ich würde gern auch mit in Musik kommen, wenn ich auch nur

          halbwegs singen oder etwas spielen könnte, was im Entferntesten an ein Instrument

          erinnert, kann ich aber leider nicht.

Stevie Rae: Oh, schade, dann wohl nich.

Zoey: Ich überlege, ob ich Schauspiel nehme. Auf meiner alten Schule war ich im

          Theaterkurs und das war ganz gut. Weißt du was über Professor Nolan?

Stevie Rae: Sie kommt aus Texas und hat einen Akzent, aber alle mögen sie.

Zoey: Okay, dann wäre das entschieden.

Stevie Rae: Gut, nimm deinen Stundenplan und komm.

(verlassen das Zimmer)

(Ende der Szene)

 

 

(Nächste Szene, Gemeinschaftsraum, Zoey, Stevie Rae, Aphrodite, Komparsen)

(Sitzen am Tisch, essen)

Aphrodite: Hi, Zoey!

Stevie Rea: (wirkt eingeschüchtert)

Zoey: Hi, Aphrodite.

Aphrodite: Also, ich wollte nur sicher gehen, dass du weißt, wo du heute Abend hin musst.

                  Wir treffen uns, gleich nach dem offiziellen Schulritual um vier im 

                   Gemeinschaftsraum an der Ostmauer. Du verpasst zwar das Abendessen, aber das

                   macht nichts, wir haben genug zu essen da. Ich kann dich auch nach dem

                   Schulritual dorthin begleiten.

Zoey: Nicht nötig. Stevie Rae weiß doch sicher auch, wo der Gemeinschaftsraum ist.

Aphrodite: Oh, okay, dann gut, bis später. (dreht sich um, geht weg, wackelt mit dem Arsch)

Zoey + Stevie Rae: (schauen ihr nach)

Zoey: Wenn sie noch stärker mit dem Arsch wackelt, bricht sie sich noch was.

Stevie Rae: (lacht) Okay, die erste Stunde hast du im Raum neben meinem. Fertig?

Zoey: Fertig.

Zoey + Stevie Rae: (stehen auf und gehen aus dem Gemeinschaftraum)

(Ende der Szene)

 

 

(Nächste Szene, Klassenzimmer, Zoey, Damien, Neferet, Elizabeth, Komparsen)

Zoey: (kommt ins Klassenzimmer)

Damien: (winkt) Zoey, hier drüben!

Zoey: (setzt sich und lächelt ihn dankbar an) Hi.

Damien: Und bereit für deinen ersten Schultag.

Zoey: (atmet tief ein, lächelt) Nein.

(Glocke schellt rasch fünf mal hintereinander)

Neferet: (sofort: rauscht ins Zimmer, stellt sich hinter das Pult, dreht sich zur Klasse)

               Guten Abend! Schön, dass wir endlich mit einem Thema anfangen können, auf das

               ich mich schon lange freue. Ich hoffe, die komplexe Gesellschaftsform der

               Amazonen macht euch genauso viel Spaß wie mir. Schreibt bitte in Stichpunkten auf

               was ihr schon alles über dieses antike Volk von Vampirkriegerinnen, das wir als

               Amazonen kennen, wisst.

(alle fangen an zu schreiben)

!!!Kamera!!!

Neferet: Nun, welche Bräuche der Amazonen werden denn hier im House of Night immer     

               noch praktiziert?

Damien: (hebt die Hand)

Neferet: (nickt Damien zu)

Damien: Erstens die respektvolle Verbeugung mit der Faust über dem Herzen und zweitens

               Unsere Art der Begrüßung, indem wir den Unterarm des anderen umfassen.

Neferet: Exakt, Damien. So, und was habt ihr schon über die Amazonenkriegerinnen gehört?

Elizabeth: Die Amazonengesellschaft war äußerst matriarchalisch, wie alle

                 Vampirgesellschaften.

Neferet: Das stimmt, Elizabeth. Aber diese geschichtliche Tatsache wurde durch die

               Legendenbildung noch um eine Nuance erweitert. Was meine ich damit.

Damien: Na ja, dass die meisten Leute- vor allem die Menschen- die Amazonen als

               Männerfeindinnen betrachten.

Neferet: Genau. Wir dagegen wissen, dass matriarchalische Gesellschaftsformen- wie die

               unsere- nicht automatisch männerfeindlich sein müssen. Nyx hat ja auch ihren

               Gefährten Erebos. Die Amazonen hingegen waren insofern einzigartig, als sie eine

               rein weibliche Gesellschaft von Vampiren bildeten, die beschlossen, selbst als

               Krieger und Verteidiger zu agieren. Wie die meisten von euch wohl wissen, ist

               unsere heutige Gesellschaft zwar immer noch matriarchalisch, aber die Söhne der

               Nacht haben darin als unsere Beschützer und Gefährten eine festen, wertvollen

               Platz. So, schlagt bitte Kapitel drei auf und lest euch den Text über Penthesilea, die

               Berühmteste der Amazonen, durch. Aber achtet darauf, dass ihr die Legende und     

               historische Wirklichkeit sorgfältig trennt.

!!!Kamera!!!

Zoey: (steht auf und will aus dem Klassenraum gehen)

Neferet: (als Zoey an ihrem Pult vorbei geht) Zoey?

Zoey: (dreht sich zu ihr um)

Neferet: (lächelt freundlich) Und, wie geht’s?

Zoey: (geht zum Pult, hastig) Ganz gut. Alles in Ordnung.

Neferet: (zieht skeptisch die Augenbraue hoch)

Zoey: Na ja, ich bin immer noch ziemlich nervös und verwirrt.

Neferet: Das ist ganz natürlich. Wenn man die Schule wechselt, stürmt immer ziemlich viel

               auf einmal auf einen ein. Ganz zu schweigen davon, sich gleichzeitig in einer neuen

               Schule und in einem neuen Leben eingewöhnen zu müssen. (schaut zu Damien)

               Damien, du könntest Zoey doch sicher zur Schauspielstunde bringen, oder?

Damien: Klar. (nickt)

Neferet: Wir sehen uns heute Abend beim Ritual, Zoey. Ach, und hat Aphrodite dich schon

               offiziell zu dem separaten Ritual der Töchter der Dunkelheit eingeladen?

Zoey: Ja.

Neferet: Ich wollte mich nochmal vergewissern, dass dir das nicht zu viel wird. Ich könnte

              durchaus verstehen, wenn du lieber absagen würdest, aber ich würde dir raten,

               hinzugehen. Du solltest hier alle Möglichkeiten ergreifen, die sich dir bieten, und die

               Töchter der Dunkelheit sind eine exklusive Vereinigung. Dass sie jetzt schon an dir

               als eventuellem Mitglied interessiert sind, ist eine Ehre.

Zoey: Das ist schon okay, kein Problem.

Neferet: Das ist wirklich toll. Falls du noch Hilfe brauchen solltest, mein Büro ist im gleichen

              Flügel, wie die Krankenstation. (betrachtet Zoeys Stirn) Die Naht ist ja schon fast

              nicht mehr zu sehen. Wunderbar. Tut der Kopf noch weh.

Zoey: Ah, nein. Nein, mein Kopf tut nicht mehr weh.

Neferet: Sehr gut. Dann geht ihr zwei jetzt besser mal los, bevor ihr zu spät kommt.

               Schauspiel wird dir bestimmt gefallen, Zoey. Ich glaube, Professor Nolan arbeitet

               gerade an den Monologen.

(Ende der Szene)

 

 

(Nächste Szene, im Gang, Zoey, Damien, Stevie Rae, Komparsen)

Zoey: (hastet hinter Damien her)Moment mal, woher wusste Neferet überhaupt, dass ich

          Schauspiel gewählt habe? Das habe ich doch vorhin erst entschieden.

Damien: (flüstert) Die erwachsenen Vampire wissen manchmal viel zu viel. Oder nein: sie

               wissen immer viel zu viel, vor allem Hohepriesterinnen.

Stevie Rae: Hey, Leute! Wie war Vampirsozi? Habt ihr mit den Amazonen angefangen?

Zoey: Es war cool. Ich hatte keine Ahnung, dass sie sich wirklich die rechte Brust

           abschnitten, um die aus dem Weg zu haben.

Stevie Rae: Hätten sie bestimmt nicht, wären sie so flach gewesen wie ich. (schaut an sich

                   herunter)

Damien: (seufzt dramatisch) Na und ich erst.

Zoey: (kichert)

(Ende der Szene)

 

 

(Nächste Szene, Zoey, Erik, Elizabeth, Prof Nolan)

Prof Nolan: Hallo, Zoey, schön dich zu sehen! Setz dich einfach irgendwo hin.

Zoey: Hi, danke, mache ich. (setzt sich neben Elizabeth)

Prof Nolan: Wir wollten gerade damit anfangen, dass sich jeder einen Monolog auswählt, um

                    ihn nächste Woche vor der Klasse vorzutragen. Aber zuerst dachte ich mir, ich

                    gebe euch mal eine Vorstellung davon, wie ein Monolog vorgetragen werden

                    sollte. Dazu habe ich eines unserer großen Talente aus der Unterprima

                    eingeladen. Er wird hier kurz vorbeischauen und uns den berühmten Monolog

                    aus Othello vortragen, einem der bekanntesten Stücke des großen Vampirdichters

                    Shakespeare. (schaut zur Tür) Ah, da ist er ja.

!!!Kamera!!!

Prof Nolan: Komm rein, Erik. Dein Timing ist perfekt, wie immer. Wir sind bereit, dir zu

                    lauschen. (wendet sich zur Klasse) Die meisten werden Erik Night aus der

                    Unterprima schon kennen und wissen, dass er letztes Jahr den internationalen

                    House- of- Night- Monologwettbewerb in London gewonnen hat. Und als Tony

                    in unserer Produktion von West Side Story hat er sogar schon in Hollywood und

                    am Broadway für Wirbel gesorgt. Die Bühne gehört dir.

(alle klatschen)

Erik: (spricht direkt mit Zoey) Hi, ihr. Und, alles klar.

Zoey: (wird rot)

Erik: (an die Klasse) Monologe haben für viele was leicht Abschreckendes, aber der Trick

         dabei ist, nicht einfach seinen Text runterzurattern, sondern sich dabei vorzustellen, dass

         man eben nicht allein auf der Bühne steht, sondern mit anderen Schauspielern

         interagiert. Ungefähr so:

    Ihr Vater liebte mich, lud oft mich ein,

    Erforschte meines Lebens Lauf von Jahr

    Zu Jahr: die Schlachten, Stürme, Schicksalswechsel,

    So ich bestand.

    Ich ging es durch, vom Knabenalter her,

    Bis auf den Augenblick, wo er gefragt.

    So sprach ich denn von manchem harten Fall,

    Von schreckender Gefahr zu See und Land;

    Wie ich ums Haar dem droh'nden Tod entrann;

    Wie mich der stolze Feind gefangen nahm,

    Und mich als Sklav' verkauft; wie ich erlöst

    Und meiner Reisen wundervolle Fahrt:

    Wobei von weiten Höhlen, wüsten Steppen,

    Steinbrüchen, Felsen, himmelhohen Bergen

    Zu melden war im Fortgang der Geschichte;

    Von Kannibalen, die einander schlachten,

    Anthropophagen, Völkern, deren Kopf

    Wächst unter ihrer Schulter: das zu hören

    War Desdemona eifrig stets geneigt.

    Oft aber rief ein Hausgeschäft sie ab;

    Und immer, wenn sie eilig dies vollbracht,

    Gleich kam sie wieder, und mit durst'gem Ohr

    Verschlang sie meine Rede. Dies bemerkend,

    Ersah ich einst die günst'ge Stund' und gab

    Ihr Anlaß, daß sie mich recht herzlich bat,

    Die ganze Pilgerschaft ihr zu erzählen,

    Von der sie stückweis einzelnes gehört,

    Doch nicht in strenger Folge. Ich begann,

    Und oftmals hatt' ich Tränen ihr entlockt,

    Wenn ich ein leidvoll Abenteu'r berichtet

    Aus meiner Jugend. Als ich nun geendigt,

    Gab sie zum Lohn mir eine Welt von Seufzern:

    Sie schwur – in Wahrheit, seltsam! Wunderseltsam!

    Und rührend war's! unendlich rührend war's! –

    Sie wünschte, daß sie's nicht gehört; doch wünschte sie,

    Der Himmel habe sie als solchen Mann

    Geschaffen, und sie dankte mir, und bat mich,

    Wenn je ein Freund von mir sie lieben sollte,

    Ich mög' ihn die Geschicht' erzählen lehren,

    Das würde sie gewinnen. Auf den Wink

    Erklärt' ich mich:

    Sie liebte mich, weil ich Gefahr bestand;

    Ich liebte sie um ihres Mitleids willen. (fängt bei den Letzten beiden Zeilen Zoey Blick und

         hält ihn fest, lächelt, verbeugt sich)

(ganze Klasse klatscht kräftig)

Nolan: Also, so funktioniert das. Dort hintern in dem roten Regal stehen Ordner mit Kopien

           von Monologen. Nehmt euch alle ein paar davon und schaut sie durch. Sucht euch eine  

           Szene aus, die euch etwas sagt, etwas in euch rührt. Falls ihr fragen habt fragt mich

           ruhig. Danach gehen wir Schritt für Schritt durch, wie ihr sie vorbereiten sollt. (wendet

          sich an Erik) Danke sehr, Erik. Du kannst jetzt wieder in deinen Unterricht gehen.

(Klasse geht nach und nach zu den Ordnern, Zoey und Elizabeth als eine der Ersten)

Zoey: (steht auf, geht zum Regal, wirft Blick zurück auf Erik)

Erik: (will gerade gehen, schaut zurück auf Zoey, lächelt)

Zoey: (wird rot)

Erik: (verlässt den Raum)

Elizabeth: (zu Zoey) Der ist so hammergeil. Es heißt, er und Aphrodite  hatten was

                 miteinander, aber in den paar Monaten, in denen ich hier bin, lief zwischen denen

                 definitiv nichts mehr. Übrigens, hier. (gibt Zoey ein paar Ordner in die Hand) Ich

                 bin Elizabeth, kein Nachname

Zoey: (Zieht fragend die Augenbrauen hoch)

Elizabeth: (seufzt) Ich hieß mit Nachnamen Titsworth. Mehr muss ich wohl nicht sagen. Als

                  ich dann vor ein paar Wochen hierher kam und meine Mentorin mir sagte, dass

                  man sich hier nach Lust und Laune einen neuen Namen geben kann, war mir sofort

                  klar, dass ich das Titsworth definitiv loswerden wollte. Aber dann war es mir viel

                  zu anstrengend mir einen neuen Nachnamen zu überlegen. Also habe ich

                  beschlossen meinen Vornamen zu behalten und mich wegen eines Nachnamens

                  nicht bekloppt zu machen.

Zoey: Okay, ich bin Zoey. (geht mit Elizabeth zurück zum Platz)

Elizabeth: He, Erik hat dich angeschaut.

Zoey: (wird schon wieder rot) Er hat alle angeschaut.

Elizabeth: Ja, schon, aber dich hat er richtig angeschaut. Oh, dein ausgefülltes Mal ist

                 übrigens echt cool.

Zoey: Danke. (setzt sich, fängt an die Ordner durchzuschauen)

(Ende der Szene)

 

(Nächste Szene, Klassenzimmer, Zoey, Stevie Rae)

Zoey: (kommt ins Klassenzimmer)

Stevie Rae: (schreit, hüpft Auf den Stuhl auf und ab) Zoey! Wir haben ein Pult für dich     

                   reserviert.

Zoey: (lächelt)

Stevie Rae: Und? Und? Wie war’s in Schauspiel? War’s gut? Wie findest du Professor

                  Nolan? Ist ihr Tattoo nicht abgefahren? Ich find, es sieht aus wie ne Maske- na ja,

                  zumindest so ähnlich.

Damien: (Hält Stevie Rae am Arm fest) Atme erst mal tief durch. Und lass Zoey auch mal zur

               Ruhe kommen.

Stevie Rae: (kleinlaut) Sorry.

Zoey: Das Tattoo ist bestimmt cool.

Stevie Rae: Wie, bestimmt?

Zoey: Na ja, ich war abgelenkt.

Stevie Rae: Was? (Augen verengen sich) Was war los? Hat dich jemand angemacht wegen

                    deinem Mal? Das gibt’s doch nich, wie assig manche Leute sind.

Zoey: Nein, keine Sorge. Ich war abgelenkt, weil…(wird rot)

Damien: Ah, jetzt wird’s interessant! Ja, Zoey? Du warst abgelenkt, weiiiiil?

Zoey: (schluckt) Ok, ok. Ich kann’s in zwei Worten zusammenfassen. Erik Night.

Stevie Rae: (fällt die Kinnlade runter)

(klingelt)

Panthesilea: (betritt den Raum)

Stevie Rae: (zischt) Später.

Damien: (wispert) Unbedingt.

Zoey: (lächelt unschuldig)

!!!Kamera!!!

Prof P: Ich wurde im April 1902 geboren. Also war ich im April 1912 10 Jahre alt. Ich kann

            mich noch sehr gut an die Katastrophe erinnern. Weiß jemand wovon ich rede?

            Irgendeine Idee?

!!!Kamera!!!

Zoey: (sieht sich um, hebt seufzend die Hand, kein anderer zeigt auf)

Prof P: (lächelt) Ja, Miss Redbird?

Zoey: Im April 1912 ist die Titanic gesunken. Sie wurde spätabends am14. von dem Eisberg

          gerammt und sank ein paar Stunde später am 15.

Damien: (Pfeift anerkennend)

Stevie Rae: (wispert) Hui.

Prof P: Es freut mich immer enorm, wenn ein neuer Jungvampir etwas weiß. Absolut korrekt,

            Miss Redbird. Ich wohnte zur Zeit der Tragödie in Chicago. Und ich werde nie

            vergessen, wie die Zeitungsjungen die grausame Nachricht an jeder Straßenecke

            verkündeten. Es war damals ein schrecklicher Schock für jeden, vor allem, weil der

            Verlust all dieser Menschenleben eigentlich zu verhindern gewesen wäre. Außerdem

            signalisierte das Ereignis das Ende eines Zeitalters und den Beginn eines Anderen, und

            nicht zuletzt brachte es einige dringend erforderliche Änderungen in den

            Schifffahrtsgesetzen mit sich. Auf all das sowie auf die überaus melodramatischen

            Ereignisse. Jener Nacht werden wir anhand unseres nächsten literarischen Werkes

            eingehen. Es stammt von Walter Lord und heißt die letzte Nacht der Titanic, ein

            minuziös recherchiertes Buch. Lord war zwar kein Vampir, was wirklich schade ist,

            aber seine Sichtweise, sein Stil und Tonfall sind fesselnd und sehr empfehlenswert.

            Okay, fangen wir an! Ich würde diejenigen, die ganz hinten sitzen, jeweils die Bücher

            für die ganze Reihe zu holen.

Elliot: (schläft, Prof P liest  was vor)

(Ende der Stunde, Schüler stehen auf, nur Elliot nicht)

Prof P: Elliot, kommst du bitte mal her?

Elliot: (steht ganz langsam auf, hat offene Schnürsenkel, schlurft zum Pult) Mhm?

Prof P: Elliot, ist dir klar, dass du auf diese Weise kläglich in Literatur versagen wirst? Aber

            noch viel wichtiger: Du wirst auch im Leben versagen. Männliche Vampire sind

            starke, respektgebietende und unabhängige Individuen. Es ist seit unzähligen

            Generationen ihre Aufgabe uns zu verteidigen und zu schützen. Wie willst du dich ist

            ein solches Wesen verwandeln, das mehr Krieger als Mann ist, wenn du nicht mal die

           Disziplin aufbringst, im Unterricht wach zu bleiben?

Elliot: (zuckt mit den Schultern)

Prof P: (Mine wird härter) Du schreibst bis morgen einen Aufsatz über ein Ereignis im frühen

            20. Jahrhundert. Was sagst du dazu?

Elliot: (will gehen)

Prof P: Diese Frage verlangt eine Antwort, Elliot. Sofort!

 

Elliot: Glaub nich, dass ich sie machen werd. (geht, stößt im Rausgehen mit Damien

           zusammen) Lass mich durch, du dumme Schwuchtel.

Stevie Rae: Diese Vollassel, das nächste Mal scheuer ich im das Hirn zu den Ohren raus.

Damien: (wartet draußen auf die anderen, schüttelt den Kopf) Reg dich nicht so auf, der hat

               einfach nur ein echtes Problem.

Zoey: Ja, zum Beispiel Kacka im Hirn.

Damien: (lacht) Kacka?! Unsere Zoey. Wie grandios sie mit der Vulgärsprache umgeht.

Zoey: Kacka ist doch gar nicht vulgär.

Stevie Rae: Ich glaub, genau das ist der Punkt, Süße.

(alle lachen)

Zoey: Oh.

 


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